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Die Entscheidung muss getroffen werden

Auf der Fahrt nach Hause kreisen meine Gedanken immer wieder um die mit Brigitte und Dr. Woldering geführten Telefonate und das, was darin geäußert wurde. Soll es wirklich so sein, dass wir uns von Luca trennen? Warum eigentlich gerade Luca und nicht einer der beiden anderen? Gibt es nicht vielleicht doch noch eine Möglichkeit, dass alles wieder so wird, wie es mal gewesen ist?

Zuhause angekommen ist Marco zum Glück nicht im Haus, sondern mit anderen Kindern draussen am Spielen, sodass ich mich mit Claudia in aller Ruhe über die beiden heute geführten Telefonate mit Brigitte vom KSV und mit Dr. Woldering unterhalten kann. Wir beide sind uns sofort einig, dass es so, wie es momentan ist, auf gar keinen Fall weitergehen kann. Die Situation zehrt zu sehr an unser beider Nerven und belastet uns beide sehr.

Wir sprechen auch über die von Brigitte geäußerte Meinung, dass der Störenfried beseitigt werden muss und überlegen gemeinsam wer unserer 3 Kater dieser Störenfried ist. Dabei fließen die ein oder anderen Tränen, denn wirklich wahrhaben möchten wir es immer noch nicht, dass wir uns von einem oder auch allen Katern trennen sollen.

Trotzdem kommen wir überein, dass es wohl Luca ist, der hier ein massives Problem hat. Er ist derjenige, der aktuell überall markiert und hinpinkelt. Er ist derjenige, der den anderen gegenüber – insbesondere aber gegenüber Adolfino – aggressiv reagiert. Er ist derjenige, der Fremden gegenüber immer so scheu reagiert und sich im Arbeitszimmer verkrümmelt, obwohl er uns gegenüber so sehr verschmust ist. Er ist derjenige, der schon beim Klingeln an der Haustür das Weite sucht. Im Endeffekt ist er eine Art Außenseiter, der sich irgendwohin verkriecht, während Adolfino und Carsuo zusammen z.B. auf der katzensicheren Terrasse sind. Wir überlegen auch, ob uns Luca mit seinem Verhalten etwas sagen möchte, ob er eventuell selber unzufrieden ist und ob er sich woanders nicht besser aufgehoben fühlen wird.

All diese Überlegungen legen wir in die Waagschaale und kommen letztendlich überein, dass wir Luca zu Brigitte in das Katzenheim des KSV bringen möchten, damit Brigitte dort für ihn ein neues und für ihn passendes Zuhause finden kann.

So rufe ich Brigitte gegen 18:20 Uhr auf ihrem Mobiltelefon an und vereinbare mit ihr, dass wir Luca am morgigen Samstag gegen 11:00 Uhr in das Katzenheim des KSV bringen werden.

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